Sporthalle Kaiserswerth

Düsseldorf-Kaiserswerth, 31.März 2015

Ausstellung der Peter Behrens School of Architecture der Fachhochschule Düsseldorf präsentiert “Entwürfe für Kaiserswerth”

01. April bis 11. April 2014 im Rathaus Kaiserswerth, Kaiserswerther Markt 23,

Montag bis Freitag von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr und Ostern von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

 

Entwurf A:   (es folgt ein weiterer Entwurf B)

Sporthalle Grundschule Düsseldorf-Kaiserswerth

Maria Trübenbach und Giulia Puder (WS2014/15 | Prof. Robert Niess):

“Da die Grundschule ein imposantes Gebäude aus dem Jahr 1912 ist, soll sich die neue Sporthalle weder anpassen, noch in den Vordergrund stellen. Aus diesem Grunde wurde dem Bestandsgebäude ein Neubau, mit völlig eigener Formsprache, zur Seite gestellt. Zudem wurde eine Lage gewählt, die für die Grundschüler gut fußläufig zu erreichen ist, den Denkmalschutz beachtet und in der die Schule als selbstständiges Bauwerk funktioniert.

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Der nordwestliche Teil des Schulgartens erwies sich als ideales Grundstück, da dieses gleichzeitig an den vorhandenen Außensportbereich eingebunden ist. Die Schüler haben somit die Möglichkeit den Außenbereich zu nutzen. Die neue Zweifachhalle ist über einen Arkadengang, der die linke Außenasche der Schule aufnimmt, erreichbar und passt sich somit auch dem städtebaulichen Kontext an. Zudem kann sie auch außerhalb der Schulzeiten separat für Sportvereine erschlossen werden. Der Wanderpfad wird entlang der alten Bastionsmauern geführt, so dass ein Bezug zur Geschichte herstellt wird.

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Die Sporthalle ist zweigeschossig. Durch die, zum Teil in das Erdreich eingelassene Halle, stellt sich das Gebäude auch mit seinen 10 m Höhe, in den Hintergrund der Schule. Auch die Materialität der Gebäude unterscheidet sich. Sichtbeton und Holz umfasst die neue Sporthalle und steht im Kontrast zur klassischen Mauerwerkfassade des Bestandsgebäudes und verstärkt den Gegensatz zwischen Alt und Neu. Das Hallendach wird durch ein Holztragwerk getragen. Verwendete Pfostenriegel unterstreichen diese Formsprache.

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Es besteht durch die aufgenommene Achse und dem dazugehörigem Arkadengang eine Verbindung zur Grundschule. Dieses Konzept wird ach in der Innenraumgestaltung weiter aufgenommen.

Im Erdgeschoss befindet sich ein Windfang mit Fahrstuhl, der die Sporthalle barrierefrei macht. Ebenso befindet sich dort der Tribünenteil, der über eine Empore verfügt und somit den Rollstuhlfahrern ermöglicht, das Spiel im unteren Teil der Halle zu verfolgen.

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Über eine Rampe, die die Achse von Außen nach Innen überträgt, gelangen die Sportler in den unteren Teil der Halle. Dort befinden sich neben dem Sportbereich auch die dienenden Räume. Die Achse wird von einer offenen Fensterfassade, die gleichzeitig die Rampe mit natürlichem Licht belichtet, betont.

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Bei der Gestaltung der Innenraumatmosphäre liegt das besondere Augenmerk auf der großen Glasfassade im gegenüberliegendem Teil der Tribüne. Der Blick von der Tribüne wird durch das Pultdach und die offene Fensterfront über das komplette Sportfeld geleitet. Die Fensterfront belichtet das Spielfeld mit natürlichem Licht und bietet eine offene Atmosphäre.”


 

Entwurf B:

Sporthalle 2 Grundschule Düsseldorf-Kaiserswerth

Michelle Kapousouzoglou, Kristina Weirich (WS2014/15 | Prof. Robert Niess):

“Die Aufgabe besteht darin, für die Schüler der Grundschule eine neue Sporthalle zu errichten, welche zugleich auch für Turniere der örtlichen Sportvereine genutzt werden kann.

 

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Unser Gebäude besteht aus zwei Teilen. Der vordere Teil ist die Eingangshalle, welche von drei Seiten erschlossen werden kann. Zwei Zugänge befinden sich jeweils außerhalb und ein zentraler Ein-/Ausgang innerhalb der Schule. Das Glasband, welches sich über der Hälfte der Eingangshalle befindet, verbindet den Bestand mit dem Neubau.

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In dem anderen Teil befinden sich unter anderem die Zuschauertoiletten sowie das barrierefreie WC und der Zugang zu den Tribünen. Die Zuschauer müssen nicht zuerst in den unteren Teil der Halle gehen, um die Tribünen zu erreichen. Es wurde eine barrierefreie Tribüne geplant, die durch einen breiten Flur auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen gut geeignet ist.

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Im unteren Bereich befinden sich unter anderem die Umkleidekabinen mit integrierten Wasch-/ Duschräumen sowie weiteren Toiletten, einer Lehrer- bzw. Trainerraum, ein Technikraum, gedacht für die zentrale Lüftungsanlage, die Zugänge unter den hohlen Tribünen, welche als Abstellkammern gedacht sind, zwei Zugänge in die Halle, die beiden Geräteräume sowie der Lehrertechnikraum.

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Die Materialien beschränken sich im wesentlichen auf Stahlbeton, Stahl, Glas und Holz. Es war im Sinne, den Neubau optisch vom Bestand zu trennen, aber dennoch miteinander zu verbinden und eine verträgliche Situation zu schaffen.”

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